„Was wünscht ihr euch für euer Veedel?“ – Nachtreffen 2026

Ein Nachtreffen zum Tag des guten Lebens 2026 –  und ein Ausblick auf die Zukunft des Rathenau- und Komponistenviertels?

Der „Tag des guten Lebens“ in 2026 ist zu größeren Teilen „ins Wasser“ gefallen. Beim Nachtreffen ging es darum,   vor allem aber auch um die Zukunft und die Wünsche der Anwesenden für beide Viertel  und den Tag des guten Lebens.

Los ging es mit einer Feedback-Runde bei der deutlich wurde, wie vielfältig die Erfahrungen beim Tag des guten Lebens waren. Manche schätzten die wenigen Besucher*innen, mit denen ein intensiverer Austausch möglich war. Andere betonten die guten Kontakte und den Austausch mit den Nachbar*innen im Vorfeld – die bis heute nachklingen. Auch für die Fassenbegrünung war „gutes Pflanzwetter“.

Und ja, ein bisschen Platz für Frustration war auch.

Gemeinsam haben wir uns dann zusammengesetzt und gefragt: Was wünschen wir uns für unser Veedel – und wie soll der „Tag des guten Lebens“ in Zukunft aussehen? Die Ergebniszettel hingen am Ende als bunte Gedankensammlung auf dem Tisch.

Wünsche für das Viertel!

Mehr Raum fürs Fahrrad, weniger Durchgangsverkehr

Der Verkehr stand ganz oben auf der Wunschliste:

  • Ein Fahrradweg auf der Lindenstraße, auch Richtung Ringe.
  • Eine Einbahnstraße auf der Lindenstraße – als wirksames Mittel gegen den Durchgangsverkehr.
  • Der Umbau des Claude-Letist-Platzes ist von der Politik bereits beschlossen – jetzt heißt es, dranzubleiben.
  • Tempo 30 fürs Viertel – falls nötig auch mit Klage, wie sie andernorts in der Stadt schon läuft (derselbe Anwalt wie am Brüsseler Platz).
  • Einige wünschten sich endlich eine permanente Schulstraße in der Lochnerstraße.

Orte, an denen man sich trifft

Das Viertel lebt von seinen Begegnungsorten – und davon, dass sie tatsächlich vom Veedel genutzt werden:

  • Gibt es eine Kneipe oder Cafés für Anwohner*innen? Viele Besucher*innen in den Gastronomien kommen heute oft von außerhalb. Genannt wurden u. a. das Café Dimi und das Vevicafé.
  • Ein Kulturstammtisch für die Kulturaktiven aus dem Viertel, um sich besser zu vernetzen.
  •  Theater als Begegnungsort: Inzwischen gibt es vier Theater im Viertel – aber sie sind wenig sichtbar. Ideen: eine lokale TheaterNacht mit kurzen 15- oder 20-Minuten-Stücken, der Förderverein des Theaters der Keller als Vorbild, oder ein „Theater-Carré“ als neue Identität fürs Viertel.
  • Ein Mini-Weihnachtsmarkt auf dem Claude-Letist-Platz – vielleicht in Kooperation mit dem Eigelstein-Weihnachtsmarkt (dort abbauen, hier wieder aufbauen)?
  • Der Hofflohmarkt hat bei der Vernetzung schon geholfen – auch wenn es teils Vorbehalte von Vermieter*innen gibt, Fremde in den Hof zu lassen.
  • Das Berufskolleg könnte als Partner und Ort dazukommen.
  • Und: mehr Austausch mit der Synagoge und der jüdischen Community – es gibt bereits Kontakt zu den Kölsch Kippa Köpp, dem jüdischen Karnevalsverein.

Grüner wird’s!

Die erfolgreiche Fassadenbegrünung im Viertel ist ein Vorbild, an dem man anknüpfen kann. Genannt wurde außerdem das Förderprogramm Grün Hoch Drei als Chance für mehr Begrünung und Klimaanpassung.

„BlockpartyPlus„

Die Blockparty könnte wachsen und als „BlockpartyPlus“ auch die Roonstraße und weitere Teile der Lindenstraße umfassen.

Und der „Tag des guten Lebens“ selbst?

Beim Format gab es unterschiedliche Meinungen – und viele Ideen:

  • „Ein kompakter Tag“ ist ein gutes Format, fanden manche.
  • Ein Sonntag im September ist nicht die einzige Option – der Tag des guten Lebens hat schon zu anderen Jahreszeiten stattgefunden.
  • Wo und wie? Nicht unbedingt nochmal am selben Ort. Im Gespräch waren ein „wanderndes Viertel“(Komponistenviertel und Ring / Schaafenstraße?), ein Modell „1 Platz / 1 Woche“ mit Haupt- und Abschlusstag, oder wieder ein ganz neues Veedel.
  • Der „Tag des guten Lebens“ war noch nie im Stadtbezirk Rodenkirchen – so wurde ein potentieller Tag in Rodenkirchen oder Zollstock diskutiert.
  • Denkbar auch: die Kombination mit einem Straßenfest am Samstag und Sonntag (Samstag Nachbarschaftstag, Sonntag größer mit Vereinen – oder andersrum, wie beim Körnerstraßenfest).

Was bleibt?

Ein Abend, viele Ideen – und das gute Gefühl, dass in diesem Veedel jede Menge Menschen mitdenken und mitanpacken. 

Auch im Viertel hat der Tag des guten Lebens schon Spuren hinterlassen: Von der begrünten Hausfassade bis zu Kunstrasen & Bänken, die auf der Lindenstraße aktuell die Bürgersteige freihalten. 

Wie es es jetzt weitergeht? 

Die Zettel sind gesammelt, die Wünsche sind auf dem Tisch. Wir freuen uns auf Menschen, die mit anpacken!

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